#euromaidan – Proteste in der Ukraine

#euromaidan – Proteste in der Ukraine

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Seit Mitte November nun halten die Proteste gegen Ukraines Präsident Wiktor Janukowitsch und Ministerpräsident Nikolai Asarow an. Auslöser war das am 21. November überraschend auf Eis gelegte Partnerschaftsabkommen zwischen der EU und der Ukraine.

Die Proteste der Pro-EU-Bewegung richten sich dabei gleichzeitig auch gegen die Einflussnahme durch den Kreml, ebenso wird die Freilassung der in Haft sitzenden Oppositionsführerin Julia Timoschenko gefordert. Diese hatte auf den neu eingeschlagenen Kurs der Regierung ihrerseits mit einem Hungerstreik reagiert.

Trotz mehrfachen Berichten – und bildlichen Belegen – von Polizeigewalt, sind die Demonstrationen, an denen sich seither Tausende beteiligt haben, größtenteils friedlich verlaufen. Versuche der Sicherheitskräfte den zentralen Anlaufspunkt, den Maidan, komplett zu räumen, sind bisher an dem passiven Widerstand der Protestler gescheitert.1

Unter dem Hashtag #euromaidan wird der Protest im Netz organisiert. Die ukrainische Bloggerin Tetyana Bohdanova hat dazu auf Global Voices diverse Artikel verfasst, so zum Beispiel in ihrem Bericht „How Internet tools turned euromaidan protests into a movement“. Wie wichtig soziale Netzwerke als Hilfsmittel für Aktivisten geworden sind, zeigt sich an der Facebook-Seite Maidan Needs Translators. Sie wurde kurzfristig eingerichtet, um Texte von Muttersprachlern übersetzen zu lassen mit dem Ziel diese einer breiteren Masse zugänglich zu machen.2

 



1 vgl . http://www.spiegel.de/politik/ausland/proteste-in-der-ukraine-polizei-rueckt-auf-unabhaengigkeitsplatz-vor-a-938359.html; http://www.spiegel.de/politik/ausland/ukraine-merkel-will-klitschko-zum-praesidenten-aufbauen-a-937853.html; http://www.handelsblatt.com/politik/international/proteste-in-kiew-ukraine-fordert-milliarden-kredite-von-der-eu/9201034.html;
2 vgl. http://globalvoicesonline.org/-/world/eastern-central-europe/ukraine/