Gadget der Woche: Lomography Fisheye No. 2 Brazilian Summer

Gadget der Woche: Lomography Fisheye No. 2 Brazilian Summer

Wer denkt, analoge Fotografie hat in Zeiten von HD-Kameras und Smartphones ausgedient, der irrt. Denn betrachtet man beliebte Bildbearbeitungs-Applikationen, fällt ein Hang zum Anachronismus auf: Vintage-Filter, die das Foto wie eine analoge Aufnahme wirken lassen tummeln sich neben nachgeahmten weißen Polaroid-Rahmen.

Großer Gewinner dieses Zurück-in-die-Vergangenheit-Trends ist die Lomografie, eine Art Bewegung, die ihren Ursprung in St. Petersburg fand. 1930 stellte hier LOMO (Leningradskoje optiko-mechanitscheskoje obedinenije) die erste sowjetische Fotokamera her. Besonderes Merkmal dieses und aller anderen Nachfolgemodelle: Schlechte Bildqualität. Aber gerade das hat zum großen Erfolg der modernen Lomografie beigetragen. Bildstörungen und Qualitätsunterschiede werden gezielt und kunstvoll eingesetzt.

Der größte Hersteller von Lomografie-Kameras ist die Lomographische AG in Wien. Sie stellt die Nachfolger der sowjetischen Billigkameras her. Unter dem Namen „Lomography“ sind nun etliche Kameras im Sortiment, deren grelle Farben und lustige Designformen auf ihren Zweck hinweisen. Statt ernsthafter Fotografie sollen diese Fun-Kameras vor allem Spaß machen.

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Es ist also kaum verwunderlich, dass in diesem Sommer eine brasilianische Edition der Fisheye Kamera auf den Markt gebracht wurde. Das in den brasilianischen Nationalfarben gehaltene, grün-gelb-blaue Plastikgehäuse sieht auf den ersten Blick eher wie Kinderspielzeug aus. Aber natürlich kann man mit dieser „echte“ Fotos erstellen, solange man einen 35mm Film zur Hand hat und noch weiß, wie man diesen einsetzt.

Wie der Name andeutet, erzeugt die Fisheye No. 2 den gleichnamigen Fischaugeneffekt. Klar, dass die Fotos, die hiermit entstehen, also nie langweilig werden.
Wer Lust bekommen hat, Teil der Lomo-Community zu werden, der kann sich die Kamera für 79 Euro kaufen.