So geht’s: Fotos und Videos während eines Konzerts aufnehmen ohne die Anderen zu stören

So geht’s: Fotos und Videos während eines Konzerts aufnehmen ohne die Anderen zu stören

#92

Es gibt wohl kaum jemanden, der auf ein Konzert geht, ohne ein Beweisfoto für Freunde und Bekannte zu schießen. Im besten Fall erstellt man noch ein Video, in der Hoffnung, dass die Akustik einigermaßen rüberkommt. Ideal wäre der Einsatz einer Kamera mit lichtstarkem Weitwinkelobjektiv. In der Praxis zieht man dann doch das eigene Smartphone vor, denn es ist handlich und sowieso immer dabei.

Das Problem ist nur, dass man mit dieser Wahl selten allein ist. Und schon steht oder sitzt man in der Menge und ärgert sich über die vielen Lichtpunkte, die das Auge vom eigentlichen Geschehen ablenken. Klar hat man sich an den Anblick inzwischen gewohnt, und sicherer als ein Feuerzeug ist ein erleuchteter Bildschirm allemal. Allerdings auch weniger stimmungsvoll.

 

Kimd_official_0

 

Die Französin Julie Chabin, ihrerseits begeisterte Konzertbesucherin, wollte dem ein Ende setzen. Nein, sie hat kein Feuerzeug mit integrierter Löschfunktion entwickelt. Ihre Idee war so genial wie auch einfach: Über Nacht entwickelte Chabin eine App, die die Helligkeit des Smartphone Bildschirms während der Aufnahme auf 10 Prozent heruntersetzt. Und weil die Bedienung des Telefons hierdurch quasi im Blindflug vonstattengeht, wird diese durch die Ein-Button-Steuerung (einmal drücken für die Foto-, zweimal für die Videoaufnahme) bewerkstelligt.

Die App mit dem Namen KIMD (eine Mischung aus den englischen Wörtern kind und dimmed vielleicht?) wurde seit jener Schlaflosen Nacht weiterentwickelt und ist nun kostenlos für das Apple iPhone verfügbar. Und weil nicht jeder im Team, außer Julie Chabin sind da noch Tanguy Aladenise, Sylvain Paley und Robin Delanoy, ein auf iOS basierende Endgerät besitzt, soll schon bald eine Android Version auf den Markt kommen.

 

Kimd App – Light from Kimd on Vimeo.

 

Auch wenn die App für Konzertbesucher entwickelt wurde, kann man sich durchaus weitere Anwendungsbereiche vorstellen, in denen der Aufnahmevorgang Geheim gehalten werden soll.

Fotos: KIMD