Gadget der Woche: Lytro Illum Lichtfeldkamera

Gadget der Woche: Lytro Illum Lichtfeldkamera

Kürzlich habe ich in meinem Lieblings-Onlineshop (zumindest wenn es um neue Gadgets geht) meinen nächsten Wunsch für Weihnachten gefunden. Bis dorthin dauert es zwar noch einige Monate, aber ganz billig ist die Lichtfeldkamera von Lytro sowieso nicht.

Auf den ersten Blick fällt die ungewöhnliche Form aus. Ohne diese, würde die Illum in der Masse der angebotenen Geräte wohl schnell untergehen. Dabei handelt es sich, wie gesagt, um eine Lichtfeldkamera. Sie ist daher nicht vergleichbar mit einer normalen Digitalkamera oder einer DSLR.
Eine Lichtfeldkamera, das wusste ich vorher auch nicht, erlaubt es dem Fotografen das Bild erst im Nachhinein zu fokussieren. Denn statt wie üblich ein 2-D-Bild zu erfassen, nimmt diese das 4-D-Lichtfeld des Motivs auf. Wer sich den Effekt gerne einmal ansehen möchte, kann die Bildergalerie auf der Herrstellerseite „testen“ – das Ergebnis ist bemerkenswert.

Lytro war der erste Hersteller, der eine solche Kamera für die breite Masse produziert hat. Im Gegensatz zu dem Nachfolgemodell, ähnelte die im Jahr 2012 erschienene Lytro eher einem kleinen Bluetooth-Lautsprecher als einer Kamera.

 

Lytro_light_field_camera_-_front

 

Der Nachfolger Illum, der nun eher wie eine Next-Gen-DSLR daherkommt, wiegt dank Magnesium und Allumnium Körper 940 Gramm, wobei das Objektiv bereits integriert ist. Der 1/1,2 Zoll Bildsensor besitzt eine Auflösung von 40 Megaray (statt Megapixel) bei möglichen ISO-Werten zwischen 80 und 3200.
Das besondere am 8-fachen-Zoom-Objektiv ist der konstante Blendenwert von f/2.0.

 

LYTRO-ILLUM_Open-Shut-Side-1

 

Bedient wird die Lichtfeldkamera vor allem über den 4 Zoll Touchscreen. Dieser lässt sich praktischerweise in verschiedene Winkel stellen. Des weiteren befinden sich rechts vom Screen vier Knöpfe, von denen sich zwei frei programmieren lassen.
Und natürlich besitzt die Kamera auch einen Zubehörschuh sowie ein normales Stativgewinde – was bei dem Gewicht sicherlich von Vorteil ist. Aufgenommen wird im eigenen Light Field Raw (.lfr) Format – exportiert man diese, bekommt man eine Bildgröße von “nur” 2450×1634 heraus.

Noch ist die Lytro Illum nicht auf den Markt, sie kann aber für 1.500 US-Dollar vorbestellt werden. Kunden aus Deutschland können sich bei den offiziellen Händlern erkundigen.

Als Alternative für Leute mit kleinem Budget oder fehlender Geduld, bietet sich das Vorgängermodell an, das bei 8GB Speicherplatz, einer Auflösung von 11 Megaray und ebenfalls 8-fachen optischen Zoom nur noch 200 Euro kostet.

Und für wen das immer noch zu viel ist, der kann wie ich auf den Weihnachtsmann hoffen …

 

Fotos: Lytro Kamera von Dcoetzee – CCO 1.0 und Produktfotos von Lytro