100 Jahre Fotografiegeschichte in Darmstadt

100 Jahre Fotografiegeschichte in Darmstadt

#96

Das ganze Jahr schon wird das 175. Jubiläum der Fotografie in verschiedenen Formen gefeiert. Als offizieller Geburtstag gilt der 19. August 1839, obwohl Fotografien auch schon davor vorhanden waren. An diesem speziellen Tag aber wurde die Erfindung der Fotografie der französischen Akademie der Wissenschaft und somit der Öffentlichkeit vorgestellt. Anstelle der Erfinder Louis Daguerre und Nicéphore Nièpce übernahm François Arago, Sekretär der Akademie, die Präsentation. Die beiden hatten die Rechte an ihrer Erfindung dem französischen Staat übertragen, der diese nun der Welt schenken wollte.

Das Wort Fotografie ist eine Zusammensetzung zweier griechischer Wörter und bedeutet so viel wie „mit Licht malen“. Vermutlich als Erster verwendete der deutsche Astronom Johann Heinrich von Mädler den Begriff in der Vossischen Zeitung, einige Monate zuvor, am 25. Februar 1839.

Wirklich Massentauglich wurde die Fotografie danke Ernst Leitz II, der mit der Leica die erste Kamera in Großproduktion herrstellte. Modell hierfür war der nun als Ur-Leica bezeichnete Apparat von Oskar Barnack aus dem Jahr 1914.

In Darmstadt wird das weltweite Jubiläumsjahr mit einer Ausstellung zum Thema Photographie in Darmstadt – Das erste Jahrhundert gefeiert. Die Erfindung aus Frankreich fand sehr schnell ihren Weg in die hessische Stadt und es gab bereits 1843 zwei Studios die hiermit ihr Geld verdienten.

Die Darmstädter Bilddokumente haben Uwe Wasserthal und Friedrich Wilhelm Knieß zusammengetragen. Als Ausstellungsort dient der Weiße Turm, der bis zum 1. November mittwochs von 15-19 Uhr und samstags von 13-17 Uhr Interessierten offen steht.

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