Für mehr Authentizität: authenpic App

Für mehr Authentizität: authenpic App

#125

 

Erinnert ihr euch an eure erste Kamera? Meine erste eigene Kamera war eine FinePix S2000HD von FUJIFILM. Sie wurde 2008 auf den Markt gebracht, was bedeutet dass die Zeit von analogen Filmkameras schon lange vorbei war.

Natürlich habe ich auch davor schon fotografiert, nur eben nicht mit einer eigenen Kamera. Den ersten Fotoapparat [sic!] den ich auf Klassenfahrten ausgiebig genutzt habe war die Olympus [Mju:] mit 35mm Film. Da hierauf nur 24 Fotos passten, ging ich sparsam mit Schnappschüssen um. Denn auch das Entwickeln der Bilder war kostspielig.

Trotzdem entstanden so manche Fehlschüsse, wovon meine Fotoalben heute noch zeugen:

 

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Die digitalen Speicher von Heute setzen dem Fotografen kaum noch Grenzen. Zum einen, kann man gefühlt unendlich viele Bilder machen, zum anderen, muss man den Film nicht erst entwickeln, um die schlechten Exemplare auszufiltern. Freilich kommt bei der Masse schnell Frust auf. Wer macht sich schon gerne die Mühe hunderte von Fotos zu durchforsten?

 

Hier kommt nun die authenpic App der Geschwister Mari und Lina Johannessen ins Spiel.

 

Dank Instagram & Co. ist man ja der Verlockung ausgesetzt, Smartphone Fotos nachträglich zu verschönern. Schließlich muss man sich von seiner besten Seite präsentieren, um die erhofften Likes zu bekommen. Und so wird in die Nachbearbeitung oft viel mehr Zeit investiert als in die Aufnahme selbst.

 

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authenpic soll das Gefühl einer analogen Kamera zurückbringen. Und das im denkbar einfachsten Sinn: Sobald man die App installiert hat, wird angezeigt wie viele Fotos man noch machen kann. Ganz im Sinne eines Normalfilms bedeutet dies, dass man 24 Fotos frei hat.

Das Besondere: Der Nutzer selbst bekommt seine eigenen Aufnahmen dann nicht mehr zu sehen, denn sie werden nicht auf dem Smartphone abgespeichert. Stattdessen muss man warten bis die imaginierte Filmrolle voll ist. Den Film kann man dann per Klick als “echte Fotos” entwickeln lassen, die dann von der Post geliefert werden.

 

Noch hoffen die Johannessen Schwestern auf die finanzielle Hilfe der Crowdfunding Community, um authenpic ins Rollen zu bringen. Für 20 US-Dollar bekommen Unterstützer aus Deutschland Zugang zu der Beta-Version der App sowie die Entwicklung des ersten Films gratis.

Bei Erfolg, wird der Preis für die Filmentwicklung für deutsche Nutzer ebenfalls bei 20 US-Dollar liegen.

 

Fotos: Filmrollen – CC0,  “Missratener Schnappschuss” – Eigenwerk, authenpic via Kickstarter