Dank Apple ist die Tablet Fotografie nun trendy. Oder doch nicht?

Dank Apple ist die Tablet Fotografie nun trendy. Oder doch nicht?

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Die neue, schlanke iPad Generation

Wie nicht anders erwartet, wurden am 16. Oktober auf der Apple Keynote in Cupertino die neuen iPads, das iPad Air 2 und das iPad mini 3, vorgestellt. Das Hauptaugenmerk lag natürlich auf dem größeren Tablet, das ganze 18 Prozent schlanker ist als der Vorgänger. In Zahlen ausgedrückt heißt das: 6,1mm bei nur 437 g Gewicht. Zum Vergleich: Das ebenfalls in der Kategorie 10-Zoll liegende HaierPad Maxi 1043 ist mit 6,9mm bereits ultradünn. Allerdings sollte nicht unerwähnt gelassen werden, dass Dell bereits im September das Venue 8 7840 vorstellte. Dieses ist nur 6mm dünn. Tim Cooks Behauptung das dünnste Tablet der Welt vorzustellen stimmt demnach nur bezüglich der Displaygröße.

 

Verbesserte Kameras

Besitzern, die ihr Tablet auch gerne einmal zum Fotografieren nutzen, kommt der Trend zu immer dünneren und leichteren Produkten zu Gute. Und davon dürfte es mit der Markteinführung der neuen iPad Generation schon bald sehr viele mehr geben. Denn auch die neuen Kameras des iPad Air 2 wurden verbessert. Hier lauten die Zahlen: 8 Megapixel iSight Kamera mit nativen 3264×2448 Pixeln und f/2.4 Blende, sowie eine 1,2 Megapixel Frontkamera mit f/2.2 Blende. Gute Nachrichten, oder?

 

Das wurde nicht verbessert

Die Resonanz in den Medien fiel groß aber nicht so überwältigend aus, wie noch einige Wochen zuvor als das neue iPhone 6 und die Apple Watch vorgestellt wurden. Tatsächlich wurde erst hinterher die interessanteste Neuheit bekannt: Eine Apple SIM, die Mobilfunkanbietern das Fürchten lernt. Derweil wurden im Internet – gut zu beobachten auf Twitter – die Stimmen derer Laut, denen die Tablet Fotografie ein Graus ist. Der Artikel Get Ready for More Jerks Taking Pictures With iPads wurde tausendfach geteilt. Auch “The Verge” veröffentlichte einen Artikel mit dem Titel Apple’s iPad Air 2 shows that tablet photography is here to stay und – in einem Nebensatz “So stop making fun of it”.

Das Problem der Tablet Fotografie, wenn man es denn als ein solches benennen möchte, kennt wohl jeder. Man sieht dämlich aus. Auf den Punkt gebracht hat es dieser Tweet: „The camera in the iPad Air 2 is improved. Still unimproved: how idiotic you look taking pictures with a tablet.”

Um das Image-Problem der Tablet Fotografie zu beheben, wird Apple also noch einige Werbespots schalten müssen.

 

Der größte Vorteil

Dabei gibt es auch Vorteile, denn eben wegen der Größe, sieht man recht gut, was man gerade ablichtet. Und das Hauptargument, das für das Tablet spricht, ist die Möglichkeit der direkten Nachbearbeitung. Für diese Zwecke wurden auf besagter Keynote die Bildbearbeitungsapp Pixelmator und der Video Editor Replay vorgestellt.

 

Diese Gadgets helfen im Alltag

Wer die belustigenden Blicke seiner Mitmenschen ausblenden kann und die Tablet Kamera bestmöglich nutzen will, der sollte sich auf dem Markt nach Hilfsmitteln umsehen. Denn auch (oder gerade) wegen des dünnen Designs, kann es sehr schnell aus der Hand fallen.

So gibt es schon seit längerer Zeit iOgrapher, eine Hülle mit zwei Haltegriffen sowie Halterungen für Stativ, Objektiv, Mikrofon oder Licht. Ganz ohne zusätzliche Griffe aber sonst dem iOgrapher ähnlich, ist der Movie Mount von Makayama.

 

iographer

 

Fotos: iOgrapher