Gadget der Woche: Seek Thermal macht das Smartphone zur Wärmebildkamera

Gadget der Woche: Seek Thermal macht das Smartphone zur Wärmebildkamera

So manch ein Smartphone-Gadget, dass diese Tage auf den Markt kommt, löst den Gedanken aus: Wozu soll das denn gut sein aus? Andere hingegen führen zu einem freudigen: Wow, auf die Idee hätte man schon längst kommen können!

Das „Seek Thermal“-Gadget gehört zu jenen Dingen, die beide Reaktionen gleichzeitig auslösen, denn irgendwie ist diese unsinnige Smartphone-Erweiterung doch recht nützlich.

 

Seit September ist die kleine Wärmebildkamera aus Santa Barbara (Kalifornien) für alle Smartphonebesitzer erhältlich. Unterstützt werden Apple iPhones mit Lightning Schnittstelle sowie Android Smartphones, die über einen Micro-USB-Anschluss verfügen. Ältere Androiden wie dem Galaxy 2 und dem Galaxy Note sind, wie das weit verbreitete Google Nexus 4 und die Geräte von Amazon, allerdings nicht kompatibel.

 

Die Wärmebildkamera, also ein Gerät, das Temperaturunterschiede bildlich darstellen kann, hat in Zeiten steigender Energiekosten ein wahres Comeback erlebt. Sie kann genutzt werden, um schlechte Wärmeisolierung im Haus ausfindig zu machen.

Auch Hollywood hat dem Wärmebild schon ein Denkmal gesetzt in John McTiernans „Predator“ aus dem Jahr 1987. Hier wird Arnold Schwarzenegger von einem Alien gejagt, dass die Welt wie durch eine Wärmebildkamera hindurch wahrnimmt.

 

Da beides keine Anwendungsbereiche sind, die die Erschließung eines Massenmarktes erkennen lassen, wirbt das US-Unternehmen mit folgenden Szenarien, in denen Seek Thermal noch von Nutzen wäre:

Für die eigene Sicherheit („Dunkle Parkplätze bei Nacht überprüfen, bevor man sich zu seinem Auto begibt.“), für Tierbesitzer („Den eigenen Hund in der Dunkelheit wieder finden.“) und für Bootsbesitzer („Objekte auf der Wasseroberfläche in der Nacht erkennen.“)

 

ST-02

 

 

Und natürlich versucht man auch die junge Generation der Ich-teile-jedes-Foto-auf… für sich zu gewinnen, was bei dem Heimwerker-Image von Wärmebildkameras schwer werden könnte. (Außer natürlich, jemand schafft es, einen weiteren Predator-Film zu drehen, der an das Original herankommt.)

 

Für diejenigen, die sich mit Wärmebildkameras auskennen, kurz noch die Daten der 199 US-Dollar teuren Seek Thermal:

 

  • Resolution: 206×156 Array
  • 32.136 Thermal Pixels
  • 12 µ Pixel Pitch
  • 36º Field of View
  • Long Wave Infrared 7.2 – 13 Microns
  • -40C to 330C Detection
  • <9Hz

 

Mehr Information finden sich auf der Webseite www.thermal.com, deren Besuch sich allein schon deshalb lohnt, weil sie die verschiedenen Anwendungsbereiche auf spielerische Weise erkunden lässt.

 

Fotos: Screenshots