Konferenz: #selfie – Imag(in)ing the Self in Digital Media

Konferenz: #selfie – Imag(in)ing the Self in Digital Media

#148

 

Das Überangebot an Selfies im Netz und die Unmengen an Artikeln hierüber in On- und Offlinepublikationen dürfte bei einer Vielzahl von Menschen Ermüdungserscheinungen verursachen. Auch wir haben mit diversen Blogposts unseren Teil zum „Overkill“ beigetragen, tun dies just in diesem Moment.

 

Bei Phänomenen, deren Ursprung in der Jugendkultur zu finden sind, kann man meist davon ausgehen, dass sie eingestellt werden sobald sie den Sprung in die breite Gesellschaft geschafft haben. Beim Selfie ist dies nicht zu erwarten fehlt hier doch eine Alternative. Zumal inzwischen die Ausweitung der Begrifflichkeit auf jede Form der fotografischen Selbstportraitierung stattgefunden hat. Vielleicht ändert sich der Name – das Hashtag als treuer Kompagnon des Selfie ist diesem Wandel ja bereits größtenteils zum Opfer gefallen – die Praxis bleibt.

 

Das Selfie als kulturelle Praxis ist Grundlage für die im nächsten Jahr stattfindende Konferenz #selfie – Imag(in)ing the Self in Digital Media an der Philipps-Universität in Marburg. Das interdisziplinäre Treffen, das von Prof. Dr. Jens Ruchatz vom Institut für Medienwissenschaft organisiert wird, ist in diese fünf thematischen Bereiche gegliedert:

 

  1. New Technologies of/for the Self
  2. Self(ie)-Aesthetics – Staging the Self
  3. Self-Made Culture
  4. Framing and Locating the Self
  5. Genrefying the Self

 

Wer sich für eine akademische Auseinandersetzung mit der Thematik “Selfie” interessiert, sollte die Konferenz am 23. und 24. April 2015 auf keinen Fall verpassen.

 

 

Foto: CC0 – Public Domain