Fotografie-Tipp: Lightwriting – Malen mit Licht

Ein Gastbeitrag von rahmenversand.com

 
Mit Kamera und Taschenlampe
Graffiti war gestern. Mühsam anzubringen, mühsam wieder zu entfernen und oft an der Grenze der Legalität. Wer aber ganz ohne Sachbeschädigung ein Kunstwerk im Graffiti-Stil schaffen möchte, kann sich dafür einen virtuellen Raum schaffen – aus der echten Stadtlandschaft. Lightwriting ist Malen mit Licht, das keine Spuren hinterlässt, aber dafür fotografisch dokumentiert werden kann.
Die Idee ist simpel. Ein Motiv wählen. Eine Kamera mit Stativ installieren, darauf eine lange Belichtungszeit einstellen, die ausreicht, um einige Bewegungen zu vollführen. Dann wähle man sich ein Beleuchtungsmittel, eine einfache Taschenlampe reicht schon aus. Mit der Lichtquelle malt oder schreibt man vor der Kamera, und diese hält die Bewegungsfolge des Leuchtmittels fest. Anders lässt sich die Kunstform auch gestalten, indem die Kamera bewegt wird, die Lichtquelle aber fix bleibt. So lassen sich auch dreidimensionale Lichtkunstwerke festhalten, für die nicht mehr benötigt wird als eine einzelne Lampe in einem dunklen Raum und eine Digitalkamera. Raum und Zeit verschmelzen dabei in einem Bild, das so nie wieder zu sehen sein wird.

 
Licht bei Tag und bei Nacht
Natürlich kann man sich auch ganz andere Motive wählen, kann Feuerwerke an den Nachthimmel malen oder glühende Fische in einen schwarzen Teich. Sogar bei Tageslicht ist es möglich. Wenn es nicht dunkel genug ist, hilft ein sogenannter ND-Filter. Das steht für Neutraldichtefilter, eine Scheibe aus Kunststoff oder Glas, die vor das Objektiv geschraubt wird. Solche Filter benutzt man zum Beispiel auch, um eine Sonnenfinsternis zu beobachten. Ihre Funktion ist es, die Belichtungszeit trotz Helligkeit zu verlängern. Dann muss allerdings das Leuchtmittel auch entsprechend heller sein, um dennoch auf dem Bild sichtbar zu werden.

 
Vieles, was erleuchtet
Die kreative Auswahl beginnt schon beim Leuchtmittel. LED-Lampen haben unterschiedliche Leuchtarten, sie können flackern, blinken oder dimmen, was interessante Effekte erzeugt. Ganz anders lässt sich echtes Feuer einsetzen: Kerzen, Streichhölzer, Feuerzeuge oder Feuerwerk. Auch Wunderkerzen und sonstige Pyrotechnik findet Verwendung. Und jeder, der schon einmal einen Winkelschleifer in Aktion gesehen hat, kann sich vorstellen, was für Kunstwerke sich mit einem solchen glühendhellen Funkenflug auf der Schneidestrecke erzeugen lassen.

 
Ist das Kunst oder macht das Spaß?
Die Technik des Lightwriting ist nicht gerade neu. Keine geringeren Künstler als Man Ray und Picasso haben sie bereits in den 30er und 40er Jahren verwendet. Doch breitere Verwendung in der Fotografie findet sie eigentlich erst seit den 90ern mit Verbreitung der Digitalkamera und seit 2007 auch im digitalen Video. Mit einer Digitalkamera bewaffnet, kann jeder, der gerne fotografiert, zum Lichtkünstler werden und sich auch mit einfachen Mitteln ausprobieren. Natürlich dürfen solche Fotos auch durch einen geeigneten Rahmen stilvoll präsentiert werden. Die entsprechende Auswahl gibt es bei rahmenversand.com.