„Akku leer“ – Ein Albtraum für Fotografen

„Akku leer“ – Ein Albtraum für Fotografen

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Obwohl die Digitalkamera schon älter als ein Großteil ihrer Nutzer ist, hat sich in einem Punkt kaum etwas geändert: Wenn der Akku einmal leer ist, bringt einem auch das neuste High-End-Produkt nicht weiter.

Vielleicht sollte man genau hier ansetzen, wenn man den Schuldigen für den Abwärtstrend im Kameramarkt sucht. Vielleicht wurden die Nutzer irgendwann zu bequem um den Akku für die nächste Reise aufzuladen, nur um zu bemerken, dass ein neuer angeschafft werden sollte. Warum nicht gleich die Handy-Kamera nutzen, denn auch wenn der Akku nicht länger hält, ist man hier inzwischen daran gewöhnt, dieses (mehrmals) täglich aufzuladen.

 

DSLR mit Batterie?

Kaum ein Kamerahersteller produziert noch Modelle, die mit gewöhnlichen Batterien betrieben werden. Selbst bei Fujifilm findet man nur noch wenige größere Kameras, die keinen Akku besitzen, wie beispielsweise die FinePix HS25EXR. Der Grund scheint offensichtlich: Zum einen, gehen vier AA-Batterien ganz schön ins Gewicht, zum anderen, reicht deren Leistung nicht an die der Lithium-Ionen Akkus.

Oder steckt hier doch das Kalkül dahinter, dass man mit den teuren Ersatz-Akkus mehr verdienen kann?

Wer nicht auf den Komfort verzichten möchte, im Notfall Batterien im nächsten Supermarkt kaufen zu können, aber gleichzeitig eine DSLR nutzen will, dem bleibt als Alternative die etwas in die Jahre gekommene Pentax K 50, für die es optional einen Batteriehalter gibt.

 

Alternativen für den Akku

Da Batterien als Nothelfer ausfallen, bleibt noch die Möglichkeit einen Ersatzakku zu kaufen, was beim Originalhersteller oft teuer wird. Wer auf günstigere Produkte zurückgreift, der sollte sich unbedingt die Bewertungen anderer Kunden ansehen, denn was bringt einem ein Schnäppchen, das nach wenigen Stunden den Geist aufgibt oder, schlimmstenfalls, die Kamera zerstört.

Eine ebenfalls tolle Lösung sind Akkugriffe, welche die Kamera mit zusätzlicher Energie versorgen können und für viele DSLR-Modelle erhältlich sind.

 

Keine Alternative für den Akku

Was leider noch nicht zu funktionieren scheint, ist das Aufladen des Akkus on-the-go mit externen Aufladegeräten wie sie für Smartphones inzwischen üblich sind.

 

Fazit:

Es ist unwahrscheinlich, dass die nächste Akku-Revolution von Seiten der Kamerahersteller gestartet wird. Allerdings käme es einer kleineren Revolution gleich, wenn eine direkte Aufladung via USB-Port möglich wäre.

Wie wichtig die kleinen Energie-Lieferanten für Innovationen sind, zeigt sich an so zukunftsweisenden Projekten wie Elektroautos, die nach wie vor ein Reichweitenproblem haben, wie auch an den immer begehrter werdenen Smartwatches, die zwar klüger werden, aber wahre Energiefresser sind.

 

Übrigens: Diejenigen, die über ein bisschen Know-How verfügen, die sollten sich das „Selbstbau Projekt: Externe 12V Stromversorgung für Nikon und Canon“ von Gunther Wegner nicht entgehen lassen.