Gadget der Woche: Lochkamera Ondu 135 Pocket Pinhole

Der interessanteste Retro-Trend im Bereich Fotografie dürfte die Wiederentdeckung der Lochbildkamera sein. Und die dahinterstehende Technik ist so simpel, dass sogar wenig begabte Bastler ein hinreichendes Gerät bauen können. Wer sich dies trotzdem nicht zutraut, kann stattdessen auf eines der Modelle der slowenischen Firma Ondu zurückgreifen.

 

Loch + Licht

Das Prinzip einer Lochkamera ist einfach: Man lässt Licht gebündelt auf lichtempfindliches Material wie etwa einem Film strahlen. Alles was man hierfür benötigt ist einen abgedunkelten Container mit einem kleinen Loch, das Licht – für die Belichtung des Films – hindurch lässt. Einige dürften ein entsprechendes Experiment bereits in ihrer Schulzeit kennengelernt haben.

Hand + Holz

Sein Hobby inspirierte den Fotografen und passionierten Lochkamera-Fan Elvis Halilović zu seinen ästhetisch ansprechenden Produkten. Per Handarbeit stellt seine Firma Lochkameras aus FSC-zertifizierten Holz her, die zwischen 90 bis 170 Euro kosten.

 

SW + Farbfilm

Das Modell Ondu 135 Pocket Pinhole ist das günstigste Gerät im Angebot der Firma. Sie hat eine Brennweite von 25mm, Blende 125 und einen Bildwinkel von 179°. Für Aufnahmen kann man entweder Schwarz-Weiß- oder Farbfilm im 135mm Kleinbildformat nehmen, das durch eine 0,2mm Lochblendöffnung belichtet werden.

 

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Wer sich ein bisschen mit der Lochkamera befasst, wird schnell deren Eigenheiten zu lieben lernen. Der größte Vorteil dieser Art von Kamera ist jedoch ihr geringer Wartungsaufwand. Sofern das digitale Zeitalter den Film nicht den Garaus macht, werden diese ihren Besitzer noch lange eine Freude bereiten.

Zu kaufen gibt es die Ondu-Kameras u.a. bei monochrom.com

Foto: Ondu via Kickstarter