Mit Web- oder Smartphonekamera das kulturelle Erbe Europas entdecken

Mit Web- oder Smartphonekamera das kulturelle Erbe Europas entdecken

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Schon einmal von der Europeana Foundation gehört? Die von den Niederlanden aus operierende Stiftung ist Hüterin des vielfältigen kulturellen Erbes, das Europa zu bieten hat. Und das tut sich nicht, indem sie Wissensschätze an irgendeinem geheimen Ort versteckt, sondern im Gegenteil, sie in einer virtuellen Bibliothek zugänglich macht. Hierzu gehören neben klassischen Kunstwerken auch viele Fotografien und Filme.

 

Die Ausstellungs-Seite von Europeana (links) und die alte Homepage von Retronaut (rechts).
Die Ausstellungs-Seite von Europeana (links) und die alte Homepage von Retronaut (rechts).

 

Die virtuelle Bibiliothek

Die Webseite Europeana.eu ist in ihrem Angebot der, von uns in der Vergangenheit vorgestellten, Seite Retronaut nicht ganz unähnlich. Das hat auch seinen Grund, denn beide Seiten arbeiten eng zusammen. Doch während Retronaut nach dem Wechsel zu Mashable sehr viel an Charme eingebüßt hat, wirkt Europeana wie der unvollendete Zwilling der alten Retronaut-Webseite. Wer diese vermisst, kann hier folglich eine neue Heimat finden.

 

Auf Entdeckungstour

Wie fast alle Webseiten, die mit der Europäischen Union in Verbindung stehen [1], weist Europeana eine recht unübersichtliche Navigation auf. Da hilft es nur, auf die verknüpften sozialen Netzwerke auszuweichen. Zum Glück ist man hier mit Facebook, Twitter, Google Plus und Pinterest sehr modern aufgestellt.

 

Linke Seite: Mit einem Klick auf das Kamera-Icon wird die Kamera eingeschaltet. Rechts: Das gemachte Foto (im schwarzen Kreis) und ähnliche Ergebnisse.
Linke Seite: Mit einem Klick auf das Kamera-Icon wird die Kamera eingeschaltet.
Rechts: Das gemachte Foto (im schwarzen Kreis) und darunter die Ergebnisse des Vergleichs.

 

Die spaßigere Variante des Entdeckens nennt sich aber Culturecam. Die Webseite bzw. Webapp, die sowohl mobil, per Smartphone-Kamera, wie auch am Desktop, per Webcam, funktioniert, wurde von der dänischen Designfirma Spild of Tid mitentwickelt. Im Mittelpunkt steht die Kamerafunktion, die – nachdem ein Foto von was auch immer gemacht wurde – in den Analyse-Modus wechselt. In der Datenbank von Europeana wird nun nach ähnlichen Bildern gesucht. Von der Frage nach der Sinnhaftigkeit eines solchen Vergleichs mal abgesehen, ist dies im Großen und Ganzen eine nette Idee, um Menschen mit dem europäischen Kulturerbe vertraut zu machen.

 

Für alle Foto- und Filminteressierten, hier ein Paar Linktipps innerhalb von Europeana:

Photography on a Silver Plate (Europeana Blog)

The Past But Not As You Know It (Europeana Exhibitions)

Catwallkpictures (Europeana Kategorie)

Historic lost footage of Chicago Disaster found by chance on Europeana (Europeana Blog)

Taboo and Controversy (EUscreen Exhibition)

History of European Television (EUscreen Exhibition)

[1] Gegenbeispiele sind willkommen!