Was wurde aus der Fotosharing-App Phriz.be?

Was wurde aus der Fotosharing-App Phriz.be?

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Am 30. April 2013 stellte phriz.be Inc. aus Austin (Texas) die gleichnamige App für iOS und Android vor. Die als weltweit erste „simple mobile sharing platform“ gepriesene Applikation sollte das Teilen von Dokumenten, allen voran Fotos, mit physisch nahen Geräten zum Kinderspiel machen. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn der Name deutet auf eine Besonderheit von phriz.be (gesprochen: Frisbee) hin. Die, beim Werfen des populären Freizeitgeräts charakteristische Bewegung aus dem Handgelenk heraus, ersetzt den Share-Button.

 

Es ist still geworden

Allein diese Idee, wie auch der passende Name, hätten eigentlich einen großen Erfolg vermuten lassen. Ungeachtet des zugegebenermaßen schalen – an Beats, Pinterest oder Path erinnernden – Logos. Im Fall der letzten Beiden wird die Ähnlichkeit sicher auch gewollt gewesen sein.

Doch es ist still geworden. Die Webseite ist längst nicht mehr aufrufbar und die letzten Beiträge auf Twitter und Facebook liegen einige Monate zurück.

Gab es vielleicht ein Markenrechtsstreit mit Frisbee®? Oder hat man beim mobilen Betriebssystem auf das falsche Pferd gesetzt?

 

p-apps
Die Logos der Firmen Beats, Pinterest, Path und Phriz.be

 

 

Exklusiv für Windows

Entgegen der Pläne der Gründer RJ Holmberg und Michael Forte, eine Gerät-unabhängige Lösung zu bieten, hat sich phriz.be zum Windows Phone Exclusive entwickelt. Gut für Windows Phone-Nutzer, weniger gut für das Startup, das ungeachtet oder wegen der Unterstützung durch Microsoft BizSpark, nur einem kleinen Nutzerkreis zur Verfügung steht.

 

Fotos unkomprimiert versenden

Für diejenigen, die Phriz.be nach wie vor nutzen können, bietet die App die Möglichkeit, Fotos in hoher Auflösung zu teilen. Denn, wie wir alle wissen, werden Bilder, die auf Fotoplattformen oder über Messenger-Dienste geteilt werden, vor dem Upload komprimiert. Für wahre Ästheten ein Unding, das mit Hilfe von Phriz.be umgangen werden kann.

 

 

 

Fotos: phriz.be via Windows Phone Store und Facebook