Gadget der Woche: Blackmagic Micro Cinema Camera – Die Actioncam für Profis

Gadget der Woche: Blackmagic Micro Cinema Camera – Die Actioncam für Profis

Bislang konnte man die Welt der Actioncams in drei Kategorien unterteilen: Die GoPros, die günstigen – äußerlich sehr ähnlichen – Alternativen, und schließlich wenig beachtete, innovative Konzepte wie etwa die Casio EX-FR10. (Siehe auch unseren Artikel über Lifelogging-Kameras.)

Nun scheint sich auch im oberen Preis- und Qualitätssegment etwas zu tun, denn Blackmagic, Hersteller erstklassiger Videokameras, hat die „kleinste digitale Videokamera der Welt“ vorgestellt.

Ob diese Behauptung so ganz richtig ist, kann gerne bezweifelt werden, aber zumindest ist diese kleiner als die, ebenfalls sehr handliche, Blackmagic Pocket Cinema Camera.

 

Hier wird noch per Hand bedient

Schon ein kurzer Blick auf die Blackmagic Micro Cinema Camera genügt, um das Videofilmer-Herz zum Leuchten zu bringen. Denn dort, wo Actioncams (i.d.R. sinnvollerweise) sparen, also an manuellen Bedienelementen und externen Anschlüssen, hat die Actioncam von Blackmagic einiges zu bieten. Konkret heißt dies, dass neben dem Power-Knopf, je einer für die Aufnahme, für Start, Vor- und Zurück wie zum Öffnen des Menüs, vorhanden ist.

 

MicroCinemaCameraFront

 

Zu den Anschlüssen gehört ein USB-, ein HDMI- sowie ein, für Actioncams unüblicher, DB-HD15-Port. (Letzterer ist für die Möglichkeit der Fernsteuerung wichtig – dazu gleich mehr.)

Tonaufnahmen können zusätzlich – ein integriertes Mikrofon ist vorhanden – über den externen Mikrofon-Anschluss (3.5mm) aufgenommen werden.

Zur Speicherung der Daten dient der SD-Karten-Slot, der die Karten automatisch in Mac OS Extended oder exFAT formatiert. An ausreichend Speicherplatz dürfte es also nicht mangeln.

 

Super 16mm auf wenigen Zentimetern

Interessant sind natürlich vor allem die Kamera-Features. Bei der Blackmagic Micro Cinema handelt es sich um eine Kamera mit Super-16 Bildformat und HD-Auflösung (1920×1080). Aufgezeichnet wird verlustfrei in CinemaDNG Raw oder ProRes.

Positiv, für manche womöglich aber weniger schön, ist die Tatsache, dass die Actioncam ein MFT-Gewinde hat. Mit anderen Worten: Wer kein Objektiv zur Hand hat, muss sich dieses erst besorgen.

Ebenso verfügt die Actioncam über kein eigenes Display. Wer die Aufnahmen also live beobachten möchte, kommt über kabellose Videotransmitter für Monitore oder, wie auf der Homepage beschrieben, für VR-Videobrillen wie die Zeiss Cinemizer OLED, nicht vorbei.

 

MicroCinemaCameraRight

 

Apropos Steuerung: Wie erwähnt, verfügt die Blackmagic Micro Cinema Camera über einen DB-HD15-Port, dessen Funktion Bastlern gefallen dürfte. Mit etwas Geschick, lässt sich die Actioncam dann nämlich mit einer Fernsteuerung, wie sie etwas bei Modellflugzeugen üblich ist (via 4-Kanal PWM oder S.Bus), bedienen.

 

Ab Juli kommt die Actioncam von Blackmagic für 995 US-Dollar in den Handel.