Zeitgemäße Videobearbeitung: Der Filmora Videoeditor von Wondershare

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filmora3Der chinesische Softwarehersteller Wondershare bietet neben dem beliebten – und für frustrierte Anwender sehr empfehlenswerten – iTunes-Werkzeug TunesGo (ehemals MobileGo) diverse Programme für die Bearbeitung von Videofilmen, darunter neuerdings Filmora.

 

Filmora: Der hübschere Video Editor

Der Video Editor-Nachfolger Filmora findet sich bislang nur auf der englischsprachigen Webseite. Auf der deutschsprachigen Webseite ist nach wie vor der weniger attraktive Vorgänger mit dem Namen Video Editor präsent, dürfte demnächst aber ebenfalls in Rente geschickt werden. Nutzer des Video Editor (Version 5.1) können dann vermutlich mit einem kostenlosen Upgrade auf die umbenannte 6er Version rechnen.

 

Tool für mobile Filmemacher

Dabei sind die Gemeinsamkeiten der beiden Programme offensichtlich, nur dass die Oberfläche des einen den Eindruck macht, als wäre sie im Firmen-Gründungsjahr 2003 designt worden, während Filmora ganz zeitgemäß im Flat-Design daherkommt. Das Grundgerüst des Nutzerfreundlichen Editors bleibt, glücklicherweise, gleich.

Allgemein bekommt man den Eindruck, dass Filmora sich von beliebten Smartphone-Apps der Kategorie Foto- und Videobearbeitung inspirieren lassen hat, denn das Ergebnis scheint prädestiniert für mobile Regisseure. Das soll heißen: Mit nur wenigen Klicks kommt man zum fertigen Ergebnis.

 

Aller Anfang ist leicht

Wer es eilig hat, kann gleich zu Beginn festlegen, Filmora im einfachen Modus zu nutzen. Die sinnvollere Variante ist hingegen der „Full Feature“-Modus, denn die zusätzlichen Bearbeitungsmöglichkeiten dürften Anfängern eher Spaß als Kopfzerbrechen bereiten.

 

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Wie üblich besteht das Hauptfenster aus drei Sektionen, dem Bearbeitungsfenster, der Timeline und dem Videoplayer. Und wie gehabt, bearbeitet man Videos, indem man diese in die Timeline einfügt und mit Hilfe der Bearbeitungsoptionen aufpeppt. Diese finden sich direkt über der Timeline, statt – wie so oft üblich – am oberen Rand.

Auch hier muss man Nutzern, die Instagram und Co. gewohnt sind, nicht viel erklären. Filter und Overlays folgend ebenso dem aktuellen Trend wie Schriftarten und Elemente (=Sticker). Die Auswahl ist großzügig, mit 140 Filtern beziehungsweise Overlays, und einer Menge von Schriftzügen, die eigens von einem Künstler gefertigt wurden. Des weiteren sind die Macher Stolz auf ihre Musikbibliothek, die Stücke von “echten Musikern”, darunter Todd Hannigan, Fremont und Sunbeam, beheimatet.

 

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Bislang nur für Windows

Das Redesign und die Umbenennung der eigenen Videobearbeitungs-Software ist Wondershare gelungen. Wer sich selbst einen Eindruck verschaffen möchte, kann sich eine Testversion herunterladen. Videotutorials im Netz helfen bei den ersten Gehversuchen als Videoproduzent.

Kaufen kann man bislang nur eine Windows-Version, die im US-Shop ab 19,95 Dollar zu haben ist.

 

Fotos: Filmora