Gadget der Woche: Werde dein eigener Kamerakran mit dem Rolleiflex Hipjib

Gadget der Woche: Werde dein eigener Kamerakran mit dem Rolleiflex Hipjib

Der für Rollei-Produkte ungewöhnliche Name hipjib – mein Kopf machte beim ersten Lesen einen Hidschab daraus – setzt sich aus den englischen Worten hip (=Hüfte) und jib (=Kranausleger) zusammen. Wer schon Erfahrung mit Kamerakränen hat, wird ahnen, was sich hinter dem neuesten Rollei-Produkt verbirgt.

 

Anschnallen, bitte!

Der 400 Gramm leichte Rolleiflex hipjib ist ein zylindrischer Stativhalter, der – an einem stabilen Gurt befestigt – um die Hüfte getragen wird. Zwei Aussparungen bieten den Standfüßen von Ein- oder Dreibeinstativen genügend Platz und Halt, um sich ganz auf die Führung der Kamera konzentrieren zu können.

 

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Der Mobilitätsfaktor spricht für den hipjib als Alternative zum „starren“ Kamerakran, zumal auch weniger Equipment mitgeschleppt werden muss. Rollei selbst bezeichnet den hipjib sogar als Ersatz für Schulter-Rigs, Jib-Arms und Slider – Feingefühl des Kameramanns oder der Kamerafrau vorausgesetzt.

 

Hier liegt auch der Schwachpunkt der Hüfthalterung, denn um den vollen Bewegungsumfang ausnutzen zu können, darf die Kamera nicht zu schwer sein. Das Idealgewicht wird mit maximal drei Kilogramm angegeben, die theoretische Tragkraft hingegen als unbegrenzt.

Ebenfalls ein kleines Problem – bei Nutzung eines Tripods – ist das dritte Bein, das ungebunden ist und, so der Kommentar eins männlichen YouTube-Nutzers, „ is getting dangerously close to the private body parts“.

 

 

Mobilität hat ihren Preis

Der Preis des hipjib ist mit knapp 200 Euro so hoch, wie der eines guten Stativs (wer noch keines hat, muss dieses zusätzlich kaufen) oder eines günstigen Kamerakrans.

Wie die Arbeit mit der Rolleiflex-Erfindung in der Praxis aussehen könnte, ist in folgendem Werbevideo zu sehen:

 


 

 
Fotos: Rollei