Gadget der Woche: LOOK – Der Digitale Bilderrahmen, den jeder wollte, aber keiner bekam

Gadget der Woche: LOOK – Der Digitale Bilderrahmen, den jeder wollte, aber keiner bekam

Wer hätte gedacht, dass ein Digitaler Bilderrahmen es schafft, im Jahr 2015 noch großartig wahrgenommen zu werden? Artkick ist mit dem LOOK dieses Kunststück gelungen und fand positive Erwähnung in der Today Show, The New York Times und Forbes. Doch was unterscheidet den LOOK-Bilderrahmen von seinen vernachlässigten Verwandten?

 

Ist ein Digitaler Bilderrahmen sinnvoll?

Diese Frage dürften sich viele stellen, die über den Kauf eines Digitalen Bilderrahmens nachdenken. Es gab eine kurze Zeitspanne, da waren diese das neueste High-Tech-Gadget, in das man auch gerne etwas Geld investierte. Dann kamen auch schon Smartphones mit größerem Bildschirm, dann Tablets – und Digitale Bilderrahmen wurden obsolet. Zum einen, weil ein Tablet sehr viel mehr Interaktionsmöglichkeiten bot, zum anderen, weil Digitale Bilderrahmen kaum beachtete Stromfresser darstellen, deren Inhalte man umständlich aktualisieren musste.

 

Nie wieder das Gleiche sehen

Der LOOK macht letzteres zu einem Kinderspiel, ist dank WiFi und Kontrolle per App sehr viel mehr möglich. Artkick wirbt mit der praktischen Anbindung an Instagram, Facebook, Flickr, Pinterest und Gefährten. Um eigene Fotos anzuzeigen, lässt sich beispielsweise auf den eigenen Dropbox-Account zugreifen.

Und damit es niemals langweilig wird, bietet Artkick mit dem LOOK Connect Service ein monatliches Abo, das den Nutzern erlaubt auf Bildkataloge des Louvre, des Metropolitan Museum of Art oder Getty Images zuzugreifen.

 

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Nicht nur die Möglichkeiten sind groß

Wie in der Überschrift angeteasert ist der LOOK ziemlich groß. Und das obwohl das Standard-Modell nur auf 24 Zoll kommt. Zum Vergleich: Bei Amazon ist der größte, angebotene Digitale Bilderrahmen 20 Zoll groß und mit 300 Euro nicht viel billiger.

 

Spezifikationen

Bei dem Bildschirm handelt es sich um ein 1080p-HD-Display, der von einem eleganten schwarzen Rahmen (die derzeitige Fotomontage erinnert an einen klassischen Rahmen aus Holz) umgeben wird. Dahinter verbirgt sich ein 900MHz Quadcore ARM Cortex-A7 Prozessor mit 1GB Ram. Der Stromverbrauch soll bei unter 50 Watt liegen.

 

Erfolg oder Misserfolg?

Der Erfolg spricht für Artkicks Streaming-Konzept, erreichte die Kickstarter-Kampagne doch bereits nach 48 Stunden ihr Ziel. Doch dann wurde die Kampagne plötzlich abgebrochen. Und zwar noch während dieser Text zu Ende geschrieben war. Von Seiten Artkick keine Verlautbarung und auch die Ansprechpartnerin der beauftragten PR-Firma konnte keine weiteren Informationen mitteilen. Einige Tage später dann die Entschuldigung. Die Preise für den Look waren zu niedrig angesetzt und somit nicht ausreichend, um ein hochwertiges Produkt abliefern zu können.

Ob Artkick den Look dennoch irgendwann auf den Markt bringt, bleibt offen. Falls nicht, ist es aber gut möglich, dass eine andere Firma ein vergleichbares Konzept an den Mann bringen wird. Denn die Nachfrage ist, wie nun bewiesen, groß genug.

 

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Fotos: Artkick via Kickstarter und Facebook