Das Comeback des gedruckten Fotos – Teil 1: Intro

Das Comeback des gedruckten Fotos – Teil 1: Intro

#256

 

Gerne möchte man das Revival der Analog-Fotografie und die Wiederentdeckung des gedruckten Fotos damit begründen, dass hierdurch zeitlose Werke entstehen. Fotoalben aus der Kindheit sind der handfeste Beweis, denn während diese noch fein-säuberlich zwischen zwei Buchdeckeln schlummern, wird die CD mit den Fotos der Abiparty als nicht lesbar angezeigt. Was auch keine Rolle spielt, weil die wenigsten überhaupt noch ein entsprechendes Laufwerk besitzen. Da kann man nur hoffen, rechtzeitig ein Backup auf einer Festplatte erstellt zu haben – wo die Fotos den Rest ihres Daseins, ungesehen, verbringen werden.

Also doch lieber ausdrucken?

 

Der Blogger Adrian Ahlhaus berschrieb den Traum des langlebigen Fotoausdrucks mit der Mär vom „Mann im Mond“. In seinem Beitrag Die zweifelhaften Angaben zur Haltbarkeit gedruckter Bilder (2007) lautet der Schlusssatz „Den verständlichen Traum von einem die Generationen verlustfrei überdauernden Bild, diesen Traum sollte man als Märchen vom „Mann im Mond“ abtun und nicht Mondpreise bezahlen für eine Option, die nicht existiert.“

 

Der Vorteil des gedruckten Bildes liegt in der Tat – und vor allem – in der Einfachheit des Mediums. Wer alt genug ist, um mit dem Wort „Floppy Disk“ etwas anfangen zu können, weiß, dass sich digitale Datenträger schnell verändern. Oder, wie im Fall von Iomega Zip, erst gar nicht richtig durchsetzen.

Das Foto, das ich in den Händen halten kann, braucht hingegen kein Lesegerät.

 

Fotoausdrucke sind also wieder in.

Man sieht es am Beispiel der Fotodrucker, die speziell für Smartphone-Fotografen gedacht sind.

Man sieht es an den Fotostationen, die nach wie vor in Drogerie-Ketten stehen.

Man sieht es am Beispiel der Wegwerfkamera-Apps, die seit letztem Jahr die Runde machen. Hierzu zählen authenpic, WhiteAlbum oder Photojojos Disposable Camera App.

 

Eine dieser mobilen Applikationen, mit denen man schnell und einfach Fotos ausdrucken kann, stellen wir euch im nächsten Teil vor.