Auf der Suche nach neuen Locations: Locationscouting für Fotografen per Web und App

Auf der Suche nach neuen Locations: Locationscouting für Fotografen per Web und App

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Da es langweilig ist, ständig die selben Motive abzulichten, ist es durchaus sinnvoll sich anderweitig Inspiration zu holen. Geht es speziell darum, aufregende Locations zu entdecken, bieten sich diverse mobile Apps oder Online-Plattformen an, die dieses Problem lösen wollen.

Bisher konnte sich kein derartiger Locationscouting-Dienst den Thron schnappen, was daran liegt, dass die Fotocommunity weltweit zwar gut vernetzt ist aber – wie im echten Leben auch – selten nur an einem einzigen Ort agiert.

 

sightsmapSightsmap

Google Sightsmap ist zwar kein Locationscouting-Dienst im eigentlichen Sinn, aber aufgrund seiner Bekanntheit und der darin erfassten Daten, der wohl größte Konkurrent auf diesem Gebiet. Denn die Heatmap zeigt jene Orte an, an denen auf der Welt am meisten fotografiert wird. Die Daten dazu stammen von Panoramio.

Dass insbesondere Europa nahezu brennt, liegt an der Dichte der Sehenswürdigkeiten.

 

locationscoutLocationscout

Seit Ende 2014 betreibt der Webdesigner und Fotograf Manuel Becker die Plattform Locationscout. Für Location-Sucher aus Deutschland natürlich praktisch, weil viele der Orte gut erreichbar sind. Noch ist das „Angebot“ nicht so groß, aber die Plattform steht ja noch ganz am Anfang.

 

shothotspotShotHotSpot

ShotHotSpot ist quasi der große Bruder von Locationscout und wurde Ende 2012 von Darren Johnson erdacht. Das Angebot an Locations ist riesig da sowohl auf Daten von Flickr wie auch Panoramio zurückgegriffen wird. Dass Masse und Klasse nicht immer Hand-in-Hand gehen, merkt man, wenn man Fotos der „Frankfurter Skyline“ ansieht. Statt Hochhäuser erscheinen hier Eventbilder. Nur ein Beispiel davon, dass der zugrundeliegende Algorithmus alles andere als intelligent ist.

 

scenescoutSceneScout

Die texanische Firma SceneScout LLC möchte ihre Locationscouting-App im professionellen Bereich ansiedeln. Sozusagen als ernsthaften Ersatz für menschliche Locationscouts. Um dies zu erreichen wurde versucht, eine neue App-Version per Kickstarter zu finanzieren. Erfolglos.

Die jetzige App ist kostenlos für iOS und Android verfügbar, überzeugt aber mehr durch Design als durch Inhalte.

 

map-a-picMap-A-Pic

Der vielleicht beste Locationscouting-Dienst in dieser Aufzählung dürfte Map-A-Pic sein, mit einem Haken: Die App ist nur für iOS erhältlich. Ansonsten macht sie das, was man von ShotHotSpot oder SceneScout erwarten würde.

Map-A-Pic ist als kostenlose Lite-Version wie als Premiumversion für 3,99 Euro erhältlich.