Strandurlaub mit der DSLR

Strandurlaub mit der DSLR

#267

 

Die DSLR mit an den Strand zu nehmen, ist wie das Überschreiten der Geschwindigkeitsbegrenzung im Straßenverkehr: Oft passiert nichts, aber wenn etwas passiert, kann es teuer werden. Denn Hitze, Wasser, Sand und auch die salzhaltige Meeresluft sind die größten Feinde der Spiegelreflexkamera. Was also tun, um Schäden zu vermeiden und, wenn nicht mehr zu ändern, diese zu beseitigen?

 

 

Vorbeugende Maßnahmen

 

  • Aus der Schusslinie nehmen

Die meisten dürften ein Smartphone oder Handy besitzen, dessen eingebaute Kamera für Schnappschüsse vollkommen ausreicht. Warum nicht also die DSLR im Hotelsafe lassen und stattdessen nur das Telefon mitschleppen?

Der Nachteil ist, dass viele Smartphones teurer und auch empfindlicher sind, als die beliebten Einsteiger-DSLRs und damit ebenso nicht an den Strand mit sollten. Zumal sie als Diebesgut überaus beliebt sind. Eine Actioncam für Film- oder eine Outdoorcam für Standbildaufnahmen wäre für den Strand die beste Lösung, zumal es in beiden Kategorie sehr günstige Angebote gibt.

Fotos: Rollei Actioncam 400, Easypix W1400
Fotos: für Film und Bild –
Rollei Actioncam 400 (via rollei.de)
Easypix W1400 (via easypix.eu)

 

 

  • Gut verpacken

Unterwassergehäuse für DSLRs sind zwar teuer, aber falls öfters mal ein Einsatz im Nassen geplant ist, eine sinnvolle Investition. Hier gibt es die tatsächlichen Gehäuse, die an ein Mini U-Boot erinnern (bspw. Subal) und die Ziploc-ähnlichen Beutel mit Objektivtubus. Da letztere (fast) Modellunabhängig sind, sind sie – in den meisten Fällen – die bessere Wahl, weil auch nach dem Kauf einer anderen Kamera wieder verwendbar.

Die Preise in diesem Bereich variieren von billig bis teuer, wobei für den Schutz der DSLR gerne ein bisschen mehr Geld ausgegeben werden darf.

dicapac-ewamarine
Fotos: günstig und teuer –
Dicapac WP-S5 (via dicapac.com)
ewa-marine U-AXP (via ewa-marine.com)

 

  • Augen offen bei der Lagerung

Ist ein längerer Aufenthalt im Kamerafeindlichen Gebiet geplant, wäre ein Ausrüstungskoffer (manche sind schwimmfähig) mit Silicagel der beste Ort, um Kamera und Equipment zu bunkern. Dieses hält die Kamera trocken und verhindert auch, dass sich Pilze bilden.

Am besten wäre es, die einzelnen Komponenten getrennt voneinander in dichten Plastikbeutleln zu verpacken.

Fotos: Kiste oder Koffer? - Plaber HPRC 4100 (via plaber.com) Vanguard Supreme 53F (via vanguardworld.de)
Fotos: Kiste oder Koffer? –
Plaber HPRC 4100 (via plaber.com)
Vanguard Supreme 53F (via vanguardworld.de)

 

 

Wenn Staub und Wasser eingedrungen sind
Ist der Schaden nicht zu groß, lässt sich mit ein bisschen Handarbeit Schmutz beseitigen. Wer sich nicht auskennt, sollte aber den Profi dran lassen.

Antistatik-Tücher eignen sich, um Staub von Objektiven zu entfernen. Für unter 20 Euro bekommt man DSLR-Reinigungssets, die mindestens einen Pinsel, einen Air Blower und ein Mikrofaser-Tuch enthalten.

Und das bereits genannte Silicagel hilft, um Feuchtigkeit zu entziehen.

Fotos: Rookie Vs Pro - hama "Optic Dry" (via de.hama.com) cameraclean DSLR Maintenance Kit (via cameraclean.co.uk)
Fotos: Rookie Vs Pro –
hama “Optic Dry” (via de.hama.com)
cameraclean DSLR Maintenance Kit (via cameraclean.co.uk)

 

 

Was oft vergessen wird         

Auch wenn sie eigentlich nicht auslaufen sollten: Akkus und Batterien können DSLRs und vieles mehr nachhaltig schädigen, wenn sie zu lange im Gerät gelassen werden. (Ist mir leider schon zu oft passiert.) Daher immer rausnehmen, wenn eine Nutzungspause ansteht.