Drohnenpiloten für Luftaufnahmen finden und buchen

Drohnenpiloten für Luftaufnahmen finden und buchen

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Wenn man Uber wirklich etwas vorwerfen kann, dann dass der Firmenname für allerlei Vergleiche herhalten muss. Beziehungsweise machen es sich Journalisten sehr einfach, indem sie neue Startups als das Uber für dies und das darstellen. So stellte The Wall Street Journal kürzlich fest: There’s an Uber for Everything Now.

 

Das Uber für Drohnen

Das Startup fly4.me ist, obwohl der Vergleich auch hier etwas hinkt, das Uber für Drohnen. So zumindest die Aussage von pdn.

Was fly2.me tatsächlich anbietet, ist ein Marktplatz zum Anbieten bzw. Buchen von Drohnenflügen. Als Anwendungsbereiche werden private Feiern wie auch kommerzielle Flüge, zum Beispiel im Bereich der Immobilienfotografie, genannt.

 

Und das funktioniert folgendermaßen: Interessenten können einen Auftrag auf der Plattform hinterlegen woraufhin Drohnenpiloten ein Angebot schicken sollen. Wessen Angebot der Kunde akzeptiert, bleibt diesem überlassen. Achtzig Prozent der Einnahmen dürfen die Piloten behalten, während zwanzig Prozent an fly4.me gehen. Der Vorteil für Piloten: Um bürokratische Belange kümmert sich fly4.me.

 

Das das Startup in den USA operiert, sind Beschränkungen der FAA zu beachten. Momentan dürfen, theoretisch, nur jene Drohnenpiloten ihren Service anbieten, die eine DJI Phantom 2 fliegen.

Eine Ausweitung des Angebots von fly4.me in andere Länder sollte, zumindest in der jetzigen Form, eher unwahrscheinlich sein. Eine gute Nachricht also für deutsche Gründer, die nach einer pfiffigen Idee suchen. Denn auch der deutsche Markt für professionelle Drohnenflüge ist unübersichtlich, wodurch kaum erkennbar ist, wie groß die Nachfrage nach Copter-Piloten wirklich ist. (Siehe auch: Kann man mit Drohnenfotografie Geld verdienen?)

 

 

dedrone-screenshot

 

Die deutsche Innovationsfreude scheint dagegen eher in die gegensätzliche Richtung zu gehen. So bietet das Startup Dedrone aus Kassel den DroneTracker an. Ein Gerät, das vor ungewollten Drohnenflügen schützen soll. Passend dazu gibt es auf der Unternehmenswebseite einen Nachrichtenticker zum Thema „Bedroh(n)ung aus aller Welt“.

 

Fotos: Screenshots via fly4.me und dedrone.com