Langzeitbelichtung: Einfach erklärt

//Gastbeitrag//

 

Langzeitbelichtung ist ein Begriff, welcher in der Fotografie verwendet wird. Doch was genau steckt eigentlich hinter dieser Bezeichnung? Der Wortstamm lässt darauf schließen, dass über einen längeren Zeitraum eine Belichtung vorgenommen wird. Dieser Zeitraum kann sich sogar bis zu mehreren Sekunden ausdehnen. Doch wie drückt sich dieser Vorgang in der Fotografie genau aus?

Wenn ein Foto mit einer langen Belichtungszeit geschossen wird, bedeutet dies, dass die Verschlusszeit der Kamera für dieses Foto auf einen hohen Wert zu setzen ist. Je höher der Wert, desto länger die Zeit, welche die Kamera sich nimmt, um das Licht der Fotoumgebung für das Bild einzufangen.
Langzeitbelichtungen sind dort nützlich, wo die Lichtverhältnisse so schlecht werden, dass das Fotografieren kaum noch möglich ist. Wird jedoch die Belichtungszeit verlängert, so bleibt der Kamera für die Fotoerstellung mehr Zeit das wenige Licht ‘einzufangen’ und abzubilden.

Je länger die Belichtungszeit, desto länger muss auch die Kamera ruhig gehalten werden. Es bietet sich daher an ein stabiles Stativ zu verwenden. Somit wird unnötiges Wackeln und somit ein Misslingen des Fotos vermieden. Sollte kein Stativ verfügbar sein, so macht sich auch jede feste und sichere Unterlage, die der Kamera Halt bietet, während sie Licht und Daten für das Foto sammelt. Ein kleiner Tipp am Rande: Nutzt man den Selbstauslöser, verhindert man auch jegliches potentielles Wackeln, welches durch den Tastendruck ausgelöst werden könnte.

Arbeitet man im manuellen Modus und nimmt die Einstellungen zur Belichtungszeit selbst vor, so bietet es sich an auch den ISO-Wert zu verändern. Beide Werte stehen mit der Fotoqualität in unmittelbarem Zusammenhang. Als Faustregel gilt: Je höher die Belichtungszeit, desto kleiner der ISO-Wert, denn ein niedriger ISO-Wert verhindert sogenanntes Bildrauschen. Soll zusätzlich zur Nachaufnahme jedoch eine Bewegung eingefangen werden, so muss mit einem höheren ISO-Wert gearbeitet werden.

 

(blog.sellnews.com) Bild 1

 
Beliebte Motive für Langzeitbelichtungen
Langzeitbelichtungen werden häufig bei Nachtaufnahmen eingesetzt. Besonders beliebte Motive sind bewegte Straßenverkehrsbilder sowie Scheinwerfer, Lampen und Co. Mit der Langzeitbelichtung erreicht man den sogenannten ‘Schliereneffekt’. Je länger die Belichtungszeit der Kamera eingestellt wird, desto mehr Licht wird eingefangen.
Langzeitbelichtung bei Tageslicht wird gerne in Zusammenhang mit fließenden Wasserströmen genutzt. Wasserfälle und rauschende Flüsse lassen sich so viel geschmeidiger im Fluss fotografieren.
Ein weiterer und sehr witziger Effekt bei der Langzeitbelichtung ist das ‘Verschwinden lassen’. Bewegt sich ein Mensch zum Beispiel schnell genug während der Belichtungszeit vor der Linse, so kann er im Fluss seiner Bewegung unsichtbar gemacht werden und verschwindet somit.

 

(blog.sellnews.com) Bild 2

 
Wirkung im Bild
Fotografiert man mit Langzeitbelichtung, erhält man nicht nur eine Momentaufnahme. Vielmehr wird ein Ausschnitt, welcher die Zeit abbildet: eine Abfolge von Momenten in Form eines fließenden Prozesses. Bewegungsabläufe werden dabei aufgezeichnet. Sie verschwimmen und können sich zuweilen bis zur Unkenntlichkeit auflösen.
Dieses Mittel wird besonders gern in der Kunst- und Architekturfotografie verwendet.
Wenn dann schließlich die ersten Bilder mit den Effekten der Langzeitbelichtung und die ersten samtigen Wasserfälle auf ein Bild gebannt wurden, möchte man diese natürlich nicht nur digital gespeichert haben, sondern auch einmal in den Händen halten. Wer im Internet bestellt, kann mit einem Gutschein im Bereich Foto & Druck von gutscheinbunny.de sogar noch ein klein wenig Geld sparen.

 

 

Bildmaterial:

© Langzeitbelichtung über A61 (Stephan Kani / Flickr, CC BY-SA 2.0)

© Todtnauer Wasserfall (Carsten Frenzl / Flickr, CC BY 2.0)