Gadget der Woche: Graava – Die All-in-One Action- und Securitycam

Gadget der Woche: Graava – Die All-in-One Action- und Securitycam

Nach TomTom bietet nun auch Graava aus Kalifornien eine Actioncam mit automatischer Editierfunktion an. Scheint also ganz so, als ob „Bequemlichkeit“ ein neuer Trend ist.

 

Das ewige Dilemma

Wer nach einer Action-beladenen Biketour, einer anstrengenden Kanufahrt oder ein paar Stunden im Skatepark wenig Lust verspürt, die mit der Actioncam gefilmten Aufnahmen zu bearbeiten, hat in der Regel nur die Wahl, die Arbeit auf einen anderen Tag zu verschieben (was in den meisten Fällen zu einem Archiv nie gesehener Filmwerke führt) oder eben doch noch einige Zeit in die Nachbearbeitung zu investieren, damit das Beste sogleich mit Freunden und Familie geteilt werden kann.

 

Gewünschte Videolänge angeben – fertig!

Mitte dieses Jahres stellte TomTom seine erste Actioncam vor, die hierfür eine bequeme Lösung anbietet. Wenn man die „Bandit“ schüttelt, generiert diese automatisch ein Video, das man sofort teilen kann.

Der noch unbekannte Kameraproduzent Graava aus Sunnyvale setzt ebenfalls auf dieses Feature und kann, wie auch die TomTom Bandit, entscheidende Szenen anhand von Sensoren (Accelerometer und Gyrosensor) erkennen. Das Ergebnis lässt sich dann per Smartphone-App bearbeiten. Bearbeiten heißt in diesem Fall, dass man die gewünschte Videolänge angibt und bei Bedarf noch Musik hinzufügt. Fertig!

 

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Die etwas andere Actioncam

Wer in erster Linie eine Actioncam mit automatischer Editierfunktion sucht, dürfte mehr Freunde an der TomTom Bandit haben. Denn hier ist die bessere Kamera verbaut und zusätzlich ist sie bis zu 40 Meter wasserdicht. Allerdings sind die knapp 400 Euro, die hierfür fällig werden, vergleichsweise teuer.

Die Graava hingegen spricht eher den Alltagssportler an, der die Kamera auch als Schutzmaßnahme betrachtet. Kein Wunder, denn wenn man die Gründungsgeschichte liest, erfährt man, dass ein Fahrradunfall, bei dem der Verursacher dank Aufnahmen der mitgetragenen Kamera identifiziert werden konnte, Graava-Chef Bruno Gregory auf die Idee brachte.

Was ebenfalls dem Wunsch nach mehr Sicherheit entgegen kommt, sind die zusätzlichen Features der App. So gibt es zusätzliche Modi für Hausüberwachung, Babycam oder Dashcam. Praktisch, bedenkt man, dass viele Actioncams ein tristes Dasein in Schubladen führen.

 

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Technische Details

Ein Blick auf das Innenleben zeigt, dass die Graava durchaus mit den meisten Actioncams mithalten kann, bietet sie mit GPS, Wi-Fi, Bluetooth, zwei (!) Mikrofonen und einem Lautsprecher all das, was man heutzutage erwartet. Die Kamera selbst zeichnet in HD (1080p 30fps/720p 60fps) auf bzw. kann 4K Hyperlapse-Videos erstellen und hat 8 Megapixel.

Als kleine Seltenheit, wechselt die Aufnahme bei Rotation selbständig in die horizontale oder vertikale Ansicht. Ob das immer gewünscht ist, ist eine andere Frage.

Ebenso zeigen erste Produktbilder die Möglichkeit der Pulsmessung per Bluetooth. Es liegt nahe, dass Graava hierfür ein zusätzliches Accessoire im Angebot haben wird.

 

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Fazit

Bis zum 1. September konnte man die Graava für 249 US-Dollar vorbestellen. Ein guter Preis, selbst wenn man Lieferkosten, Steuern und Zoll mit berechnet. Denn schließlich bekommt man neben einer Actioncam auch eine Überwachungskamera.

Später soll Graava für 399 US-Dollar in den Handel kommen. Momentan scheint es aber so, als ob der Vorbesteller-Rabatt nach wie vor gültig ist.

 

Mehr infos auf getgraava.com