Gadget der Woche: Citius, altius, fortius: Warum die XCraft-Drohne Investoren begeisterte

Gadget der Woche: Citius, altius, fortius: Warum die XCraft-Drohne Investoren begeisterte

Gerade ist die zweite Staffel „Der Höhle der Löwen“ zu Ende gegangen. Zu den Auftritten, die in Erinnerung geblieben sind, zählt sicher derjenige von Tobias Dazenko und Ulrich Ditschler. Die beiden Gründer hatten sich für ihren Pitch vor den Löwen passenderweise in Pilotenuniform gekleidet. Denn TobyRich, so der Name ihrer Firma, verkauft Drohnentechnologie. Letztendlich bot Frank Thelen 350.000 Euro für 15% Unternehmensanteile, kein schlechter Deal – aber weniger als die Gründer sich erhofft hatten.

 

Drohnen-Hersteller umwerben Investoren in US-Show

Einen höheren Betrag hätte TobyRich vielleicht von den Haien des US-Pendants „Shark Tank“ erhalten können. So konnte in der aktuell laufenden siebten Staffel XCraft, ebenfalls ein Entwickler von Drohnen, sofort begeistern. Und statt der gewünschten 500.00 US-Dollar für 25% Unternehmensanteile, führte der Kampf der Investoren um die beiden Gründer schließlich zu einem Investment in Höhe von 1,5 Millionen.

 

 

Schneller und Höher

Bei der Vielzahl an Drohnen, die inzwischen in den Markt drängen, stellt sich natürlich die Frage, was XCraft so besonders macht. Während TobyRich durch simple Smartphone-Steuerung zu gewinnen weiß, bietet XCraft mit der X PlusOne eine Drohne, die sowohl durch Schnelligkeit wie auch aufgrund der erreichbaren Höhe überzeugt. Denn das ungewöhnliche Design erlaubt es der Drohne, entweder Helikopter-ähnlich in die Höhe zu steigen (10.000 ft/3000 Meter) oder – durch horizontale Neigung der Drohne – Geschwindigkeiten von bis zu 60 mph (100 km/h) zu erreichen.

 

Technische Details

Die X PlusOne misst 83x48x35 cm und hat ein Fluggewicht von 3,7 kg. Wer seine Kamera befestigen möchte, kann zusätzlich eine Kardanaufhängung oder eine feste Halterung mitbestellen.

Aktuell stehen drei Versionen der X PlusOne zur Auswahl. Die günstigste Drohne (1.549 US-Dollar) ist ein Selbstbau-Kit, das wohl nur Bastler interessieren dürfte. Die „normale“ Version für 150 US-Dollar mehr ist hingegen „Startbereit“ und wird mit Kamera geliefert.

 

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Lohnt sich der Preis?

Allein wegen der Geschwindigkeit und der erreichbaren Höhe den vergleichsweise hohen Preis in Kauf zu nehmen, lohnt sich für die meisten Hobby-Piloten nicht. Und zwar aus dem einfachen Grund, dass der Gesetzesgeber hier einen Riegel vorschiebt.

Ein interessanter Aspekt wäre hingegen die Flugrouten-Programmierung, die im „Shark Tank“ angesprochen wurde, auf der Website aber keine Erwähnung findet. Vielleicht ist diese auch erst in einer späteren Version verfügbar?

Apropos, in der Sendung wurde auch die PhoneDrone Ethos vorgestellt. Wie die X PlusOne zuvor, versucht XCraft die Produktion zur Zeit über Kickstarter zu finanzieren.

 

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