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Bürgerjournalismus Infrage gestellt

In Deutschland ist das so eine Sache mit dem Bürgerjournalismus, zumindest wenn man den internationalen Vergleich nicht scheut. Ein bekanntes Beispiel für aktiven Bürgerjournalismus ist die Huffington Post. Auch auf dem Onlineportal von CNN wird dazu aufgerufen. Der CNN iReport vergibt sogar Auszeichnungen für hervorragende bürgerjournalistische Beiträge. In Deutschland, so scheint es, wird zum Beispiel in renommierten Tageszeitungen die Idee des Bürgerjournalismus eher kritisch diskutiert. Dabei geht es berechtigterweise um die Frage, ob der Bürgerjournalismus den gleichen ethischen Prinzipien entsprechen kann wie der professionelle Journalismus. Hinterfragt werden darin die Bild- und Persönlichkeitsrechte sowie wie das Thema der Verifizierbarkeit.

 

Realität und Fairness

Für uns von SellNews ist der Bürgerjournalismus eine Realität, der sich keiner wirklich entziehen kann. Wir finden sogar, dass sich niemand dieser Realität zu entziehen braucht. Wir finden auch, dass eine offene und faire Auseinandersetzung mit diesem Thema möglich ist. Aus diesem Grund wollen wir auf unserem Blog nicht nur über Themen berichten, die SellNews unmittelbar betreffen, sondern uns aktiv mit dem Bürgerjournalismus auseinandersetzen. Zwar befassen wir uns noch nicht allzu lange mit der Thematik, doch wir wollen uns zu ausgewiesenen Experten entwickeln.

Apropos fair: Es ist nur fair, wenn Beiträge von Bürgerjournalisten wirklich zählen. Es ist noch fairer, allen die Möglichkeit zu bieten, ein Gespür für den Wert ihrer Medien zu entwickeln. Fair bedeutet für uns auch, berechtigte Fragen und journalistische Prinzipien nicht außer Acht zu lassen. Gerade vor dem Hintergrund der Massen an privaten Videos von Demonstrationen und Ausschreitungen aus der ganzen Welt ist die Frage nach der Verifizierbarkeit berechtigt.

 

Gegenfrage gestellt

Andererseits ist folgende Gegenfrage genauso legitim: Waren in der Vergangenheit nicht oft genug jene umstrittene Videos die einzigen, mit deren Hilfe Journalisten die Öffentlichkeit über diese Geschehnisse informieren konnten? Es waren Amateurbilder, die um die Welt gingen, nicht zuletzt, weil es Journalisten nicht möglich war, vor Ort zu sein. Wir sollten uns fragen, wie wir mit berechtigten Einwänden zum Thema Bürgerjournalismus umgehen. Mit der Idee zu SellNews rufen wir zwar zum aktiven Bürgerjournalismus auf, wissen jedoch dass dieser nicht mit dem professionellen Journalismus verglichen werden kann. Doch verdient  er in Zeiten des freien Webs eine objektivere Beurteilung, und keine Gleichsetzung mit einer Bewegung sensationsgeiler Amateure. In Zusammenhang mit der Sensationsgier können wir uns als Medienkonsumenten lieber selbst ein paar unbequeme Fragen stellen: Warum kann ein Fotograf mit einem Promibild so viel Geld verdienen? Sagt das nicht mehr über uns aus, als über den Fotografen oder das Motiv?

 

Demonstration in LondonSchlagwort Bürgerjournalismus

Für all diese und die vielen noch nicht aufgeführten Fragen gibt es diesen Blog. Wir interessieren uns für den Bürgerjournalismus, und wir möchten darüber diskutieren. Wir sind auf Kommentare zu unseren Beiträgen gespannt. Hier in unserem Blog, möchten wir zum Thema Bürgerjournalismus über Posts, Beispiele, Artikel und Meinungen informieren und informiert werden. Aus diesem Grund fanden wir es notwendig, einem Schlagwort, das auf unserem Blog immer wieder auftauchen wird, eine Seite zu widmen: Bürgerjournalismus.