Der „Picture Prosecutor“ deckt kontextuellen Missbrauch im Fotojournalismus auf

#235   Das harmlose Stockfoto eines Klassenraums wird kurzerhand zum Ort des Bösen erklärt, während Ukrainische Soldaten plötzlich aus Russland stammen. Schlagzeilen oder Bildunterschriften, die an für sich wenig mit der abgebildeten Fotografie gemeinsam haben, sind heute keine Seltenheit mehr. Auch weil aus Zeit- und Kostengründen gerne auf Stockfotografien zurückgegriffen wird. Mit Fotojournalismus hat das, was die meisten Nachrichten ihren Lesern und Zuschauern anbieten, oft nur noch wenig zu tun. Aus diesem Grund ist unsere Überschrift auch inkorrekt: Der Missbrauch geschieht eher durch die Redakteure, ob nun absichtlich oder unabsichtlich, als durch die Fotojournalisten. Thomas Palmer ist der „Picture Prosecutor“...